Dienstag, 21. März 2006

"Jungen in der Schule" 01/03/2006

Da die vorletzte Veranstaltung bei Herrn Schmid leider ausgefallen ist, möchte ich an dieser Stelle gerne etwas über ein Projekt erzählen, was ich im Rahmen der Universität im Seminar "Jungen in der Schule" mit 4 anderen Mitstudenten durchführe.
Wir haben uns alle gemeinsam überlegt, dass wir einmal eine etwas andere Hausarbeit schreiben möchten. Über eine mögliche Umfrage in der Stadt sind wir letztendlich auf einen "Spielenachmittag" in der Schule gekommen. Unsere Leitfrage sollte eigentlich folgendermaßen lauten: "Wieso finden Jungen(im Alter von 7 bis 9) Mädchen so doof?"
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir uns entschlossen in eine Grundschule zu gehen und dort ein paar Viedeoaufnahmen zu machen. Anhand eines Spiels, was wir uns ausgedacht haben, wollten wir die Kinder unauffällig zu einem "Interview" bringen. Damit dieses Spiel auch gut funktionierte haben wir natürlich Jungen UND Mädchen zu diesem Spiel eingeladen.
Im Vorwege mussten wir natürlich das gesamte Projekt sowohl mit dem Schulleiter als auch mit den Eltern und der Klasenlehrein der Schulkinder absprechen. Ein "Kennlernbesuch" in dieser Klasse sollte auch im Vorraus stattfinden.
Aber dann konnte es losgehen. Das Spiel sollte eine Begenung zwischen Auserirdischen sein, welche einmal auf einem Planeten wohnen und die anderen sollten per Raumschiff zu diesem Planeten reisen.
Zu Beginn der Spielestunde haben wir die Kinder mit Kennlernspielen und einer Traumreise zu diesem Thema in die Richtige "Spiellaune" versetzt.
Bei den Vorbereitungen, die wir alle gemeinsam getroffen haben, wie zum Beispiel Schminken und Verkleiden, wurden
schminke
(google.de)

dann die ersten unterschiedlichen "Absichten" deutlich... die Farbe Pink wurde zunächst zum Thema... es sei doch eine Mädchen farbe und nicht wirklich cool waren nur wenige Sprüche, die wir zu hören bekamen.
Auch die Verkleidung mit Alufolie brachte verschiedene Meinungen zutage.
Doch das Spiel konnte nach einiger Zeit beginnen und lief auch recht gut. Es war erstaunlich, wie kreativ die Kinder sein konnten und wie sie selbst das Spiel lenken konnten. Sie haben uns "Großen" immer wieder von Neuem überrascht und beeindruckt!!
Es hat wirklich Spaß gemacht den Kindern beim Spielen zu beobachten. Zwei Leute aus unserer Gruppe waren für die "Regie" verantwortlich, dass heißt, sie haben eingegriffen sobald das Spiel an Schwung verlor. Eine Person war ständig mit dem Filmen beschäftigt und die restlichen 2 Personen haben sowohl Protokoll geführt als auch den Überblick
behalten:-).
Nach ca. 3 Stunden Spiel hatten wir noch eine kleine Überraschung für unsere Gruppe.
goetterspeise
Es gab Götterspeise in 2 Farben - echte außerirdische Nahrung! Die Kinder haben sich riesig gefreut und waren sogar teilweise traurig als das ganze dann zu Ende ging.
Es hat wirklich großen Spaß gemacht und es war eine ganz neue Erfahrung für mich. Jetzt freue ich mich auf die Auswertung und auf die neuen Seiten, die wir am Verhalten der Kinder noch entdecken werden. Ich glaube, das wird eine wichtige Erfahrung für mein späteres Lehrerleben sein! :-)

"Je weniger, desto erfolgreicher..." 08/02/2006

Die letzte Sitzung von der Veranstaltung "Erfolgreiches Lehren und Lernen" ist gekommen...
Herr Schmid wollte uns allen einen einzigen Satz als Leitfaden mit auf den Weg geben...
"Je weniger ein Leher oder eine Lehrerin im Unterricht tun muss, um so erfolgreicher ist er oder sie!!"
Der meiste Unterricht "arbeitet" vielfach mit Unterdrückung. Die Kinder haben während der Stunden nur wenig Freiraum... es wird viel von den Kindern gefordert und sie selbst haben kaum die Möglichkeiten, sich in der Schule zu entfalten... der Lehrkörper hat natürlich immer und überall Recht!
Man kann nicht oft genug sagen: Die Lehrerbildung läuft verkehrt herum!! Der Lehrer oder die Lehrerin überlegt sich zu Hause, was er/sie in der nächsten Stunde vermitteln will. Es klingt ganz einfach... es scheint ja auch nicht schwierig, wenn man sich zu Hause selbst Gedanken über den zu vermittelnden Stoff macht. Man selbst versteht ja, worum es eigentlich geht, doch ist es auch kindgerecht??!!
Hier liegt der Fehler!! Es gelingt dem Lehrer/der Lehrerin nämlich NICHT, den Unterrichtsinhalt kindgerecht zu vermitteln!
Information bedeutet gleichzeitig PRÄGEN... man kann es sich wie bei der Festplatte vom Computer vorstellen, bei der ja bestimmte Daten gespeichert werden.
festplatte
(google.de)

Und bei den Schülern ist da ähnlich... sie werden auch mit den gegebenen Informationen geprägt... und wenn das nicht richtig gemacht wird, entstehen "Prägungsfehler" und diese können fatale Folgen haben!
Einige davon habe ich schon öfter genannt:
  • das Selbstvertrauen des einzelnen Schülers geht verloren
  • die Motivation für den Unterricht sinkt
  • die Lust auf die Schule schwindet
Es ist wichtig, dass die Lehrkraft die Bereitschaft und den Mut mitbringt, die Kinder einfach mal "machen zu lassen". Ihnen nicht immer gleich die Lösungen vorgeben, sondern die Kinder mal von selbst drauf kommen zu lassen, ihnen vieleicht nur mal ein paar Aufforderungen geben und dann schauen, was sie daraus machen.
"Lass die Schülerinnen und Schüler soviel wie möglich selbst machen!!"
Zudem sollen Fach- und Sachkompetenz möglichst sinnvoll ineinander übergreifen.

Information muss das Gehirn in Bewegung setzten!
  1. WAHRNEHMEN! Das Gehirn wird aktiviert und vorbereitet
  2. BETRACHTEN! Das Gehirn merkt sich nichts
  3. BEOBACHTEN! Die Schüler machen etwas selbst und so kann das Gehirn sich das merken
  4. BEGREIFEN! Die Information wurde erfolgreich übermittelt.
Damit das Gehirn eine Information verarbeitet, muss es eine Verknüpfung gegen. Und die kann nur mit diesen 4 Schritten entstehen. Es hat keinen Sinn, wenn die Information bloß stupide heruntergerasselt wird. Wichtig ist die direkte "Ansprache" des Gehirns!!
Das Gehirn muss spielen können!
Das Gehirn muss Neues entdecken!
Deswegen sollte der wichtigste Leitspruch folgendermaßen lauten: "Soviel vorgeben wie nötig, soviel weglassen, wie möglich!"
Wenn sich jeder Lehrende an diesem Spruch orientiert, dann sollte es im Unterricht nur noch motivierte Kinder geben!
schulkinder
(google.de)

Montag, 6. Februar 2006

Schülerorientierter Unterricht... 11/01/2006

Wer kennt es nicht - aggressive Schüler und Schülerinnen im Unterricht???
Aber woher kommen diese Aggressionen? Die Antwort ist ganz einfach... durch Langeweile im Unterricht!! Schule macht "uns" starr und verbohrt...
Grund hierfür ist der Frontaluntericht. Der Lehrende steht mit dominanter Stimme den gesamten Unterricht vor der Tafel und versucht, seinen Schülern den Inhalt der Stunde zu verdeutlichen. Dabei konzentriert sich die Lehrkraft lediglich auf die Einhaltung des Zeitplans und auf den vorgegebenen Lehrplan.
Was aber völig aus dem Blickwinkel verschwindet sind die Bedürfnisse der Schüler und Schülerinnen!!
Durch den Frontalunterricht wird den Kindern weder die Möglichkeit gegeben, sich selbst mit der Materie zu beschäftigen, noch gewinnt der Unterrichtsstoff an Natürlichkeit. Es entwickelt sich allmählich ein stupider, lehrerorientierter Unterricht.
Außerdem entsteht bei jedem Einzelnen ein gewisser Leitungsdruck, der noch dazu verstärkt wird, wenn ein Schüler nicht sofort versteht, worum es geht!! Dadurch können schwere Folgen entstehen:
  • Angst vor Meldungen
  • Selbstbewusstsein geht verloren
  • Interesse am Unterricht schwindet
  • Lust auf die Schule vergeht
Unser Gehirn lernt nicht, wenn es selbst nicht gefordert wird! Für die Kinder in der Schule ist daher selbsterfahrender Unterricht unverzichtbar!! Die Kinder müssen die Möglichkeit bekommen, sich nach ihren eigenen Fähigkeiten mit der Materie zu beschäftigen. Sie müssen das Gehirn richtig ansprechen, damit ein Lernerfolg eintritt und dazu brauchen sie einen gewissen Anteil an selbstständiger Arbeit.

Wie geht denn nun aber richtiger Unterricht???
Um Begriffe händeln zu können, muss der Lehrende wissen, worum es geht! Dass heißt, er muss mit allen möglichen Recourcen und auf höchster Ebene mit diesem Begriff umgehen können. Wenn der Lehrende in diesem Bereich kopetent ist, dann kann das Gehirn dort volle Leitung brungen und dann, und zwar nur dann, ist die Übertragung von Information vollkommen gewährleistet!!! Nur DANN ist professioneller Unterricht möglich!

Didaktik ist eine natürliche Einrichtung unseres Gehirns... Wenn ich ein Thema "rauf und runter" verstehe, dann kann ich es auch erklären... und zwar so, dass mein Gegenüber es auch versteht!!
Es ist also Voraussetzung, dass ein Lehrer weiß, wovon er spricht, damit seine Schüler ihn auch verstehen!! Nur, wenn ich mich mit der Materie auskenne, strahle ich Sicherheit und Kompetenz aus und nur dann bin ich in der Lage den Stoff mit allen Einzelheiten zu erklären.
Kinder akzeptieren Schwächen, aber dafür erwarten sie irgendwo anders 100% Leistung!
Unterrichtsformen lassen sich also nur von einem Profi vermitteln und ein Profi ist jemand, der 100% akzeptiert wird!
Thomas Green sagt dazu: "Man muss das Falsche verstehen, um es zu begreifen!"

Mittwoch, 11. Januar 2006

21/12/05 Die Hirnpause

Wer kennt es nicht, das berühmte Bild der 3 weisen Affen?? Dieses Bild spiegelt wider, was in manchem Frontalunterricht abläuft...
Der Affe, der nichts sieht, macht deutlich, dass es im Unterricht nichts zu sehen gibt. Der Lehrende hat für seine Schüler nichts Sehenswertes mitgebracht.
3-Affen
Der Affe, der nichts hört, sagt aus, dass es für die Schüler nichts Spannendes zu hören gibt. Der Lehrende spricht mit monotoner Stimme und ohne Emotionen, was die Zuhörer eher zum Abschweifen annimiert.
Der Affe, der nichts sagt, verdeutlicht die Alltegssituation in der Schule. Die durchschnittliche Redezeit eines Kindes pro Unterrichtsstunde liegt nämlich bei nur 8 sek.!!!

Es ist also nicht verwunderlich, dass die Kinder dann von der rechten Gehirnhälfte "entführt" werden... es gibt bestimmt andere Sinnesreize, die viel interessanter sind als der Lerninhalt!

Was kann der Lehrer denn nun aber unternehmen, damit seine Schüler im Unterricht auch etwas lernen??

Die STILLE ist die beste Freundin des Lehrenden!!! Und die Stille hat noch eine Zwillingsschwester... die Hirnpause.
In der Hirnpause kann unser Gehirn wirklich pausieren und wirklich mal spielen!! Unser Gehirn hat die Möglichkeit zu verarbeiten...
Die Gehirnpause ist gleichzeitig eine Geräuachpause - es wird die Möglichkeit zur Verarbeitung geschaffen.
Wenn der Lehrende einen Vortrag hält und zwischendurch "kreative" Pausen einlägt, haben die Zuhörer dann die Gelegenheit, das Gehörte "sacken zu lassen"...

Unser Gehirn lädt sich ausschließlich über das Gehör auf. Das Gehör und auch das Gehirn brauchen also besondere Beachtung und deshalb ist es wichtig, regelmäßige Pausen zu machen, in denen sich das Gehirn erholen kann.
Wenn also jemand laute Musik hört und dabei etwas liest, ist es das Verkehrteste, ihm zu sagen: Mach` doch die Musik aus, sonst kannst du dich nicht konzentrieren!"
Gerade durch die Musik kann sich derjenige besonders gut konzentrieren, weil durch das Gehörte sein Gehirn besonders gut angesprochen bzw. aufgeladen wird.

Der Frontalunterricht ist durch den Lehrenden dominiert. Die Folge: Der Rohstoff Information wird nicht richtig aufgenommen und die Schüler merken sich die Dinge nicht richtig. Es werden falsche Annahmen eingetrichtert.
Die Schüler glauben, dass sie Fehler machen. Dabei kann unser Gehirn keine Fehler machen!!! Doch bei den Schülerinnen und Schülern geht das Selbstbewusstsein verloren.
So ist zum Beispiel die Legastenie nur eine zu hohe Wahrnehmungsintensität bei den Betroffenen. Er hat die Schreibweise falsch gelernt!

Frontalunterricht ist also "richtig", wenn man nicht kindgerecht unterrichten möchte!!!

3-Affen1
(google.de)

Mittwoch, 21. Dezember 2005

14/12/05 Ajanta!!??

Was genau ist denn nun Ajanta??
Ajanta
Im Internet findet man folgende Beschreibung: "Wandbilder und Skulpturen des Mahayana-Buddhismus" (google.de)
(Jetzt weiß der Träger dieses Pullovers auch mal, was eigentlich auf seinen Kleidungstücken so draufsteht...)

Wenn wir uns aber auf die Versnstaltung konzentrieren, stellt Ajanta den Aufdruck auf einem Pullover eines Kommilitonen dar.
Seid der letzten Veranstaltung ist die Bezeichnung auch der Name für eine Unterrichtsform. Es soll den Unterricht beschreiben, in dem die Schülerinnen und Schüler die vermittelte Information der Lehrkraft mit "da rein - da raus" aufnehmen. Also gar nicht!!
Folglich haben wir dieser Methode irgendeinen sinnlosen Namen gegeben, weil sie für den Unterricht eigentlich keine Rolle spielen sollte. Durch die neue "Namensgebung" merken wir uns lediglich, dass wir uns diese Form von Unterricht nicht merken sollen : )

Aber was gibt es sonst für Alternativen???
Da wäre zum Einen der analytische Unterricht. Dieser zielt eher auf das Erforschen im Unterricht. Die Schüler sollen sich eigenständig mit dem Inhalt des Unterrichts beschäftigen. So ist gewährleistet, dass die Kinder auch etwas aus dem Unterricht mitnehmen und für längere Zeit behalten können.
Dann ist da noch der experimentelle Unterricht. Wie das Wort schon aussagt, geht es hier um Experimente/Versuche. Jeder kennt das... wenn einem etwas erklärt wird, kann der Zuhörer sich oft nicht vorstellen, was gemeint ist. Versucht man das ganze anhand eines Experiments zu veranschaulichen, kann der Zuschauer den genauen Verlauf des Versuchs verfolgen und gleichzeitig begreifen!!
Eine weitere Unterrichtsform ist der ganzheitliche Unterricht. Definition: "Die Betrachtung eines Themas in seiner Ganzheit (seltener und weniger tiefgreifend auch: Gänze), oder die ganzheitliche Behandlung eines Gegenstands oder einer Beziehung meint eine umfassende, weitsichtige und weit vorausschauende Berücksichtigung möglichst vieler Aspekte". (wikipedia.de)
Es geht also darum ein Thema in seiner ganzen Fülle zu bearbeiten und nicht bloß anzureißen. Es wird verständlicher, je mehr Hintergrungwissen man sich aneignet und der Prozess des Verstehens wird vollständig berücksichtigt.
Es liegt also immer an der Lehrkraft, wieviel Information ihre Schüler im Unterricht verstehen und begreifen...

Mittwoch, 14. Dezember 2005

07/12/05 Heute "regeln" wir das!!

euleWir durften uns dieses Bild (google.de) ungefähr 20 Sekunden anschauen... wir wussten alle nicht, was wir tun sollten, also starrten wir auf das Bild.
Dann wurde das Bild entfernt und es kam plötzlich die Anweisung:"Malen Sie dieses Bild nach!".
Ups... jeder hat krampfhat versucht, sich an das eben gesehene Bild zu erinnern... die Ergebnisse bekommen wir erst in der nächsten Sitzung : ).

Wozu nun das ganze?? Wir sollten lernen, was der Begriff "regeln" meint.
Wir haben uns das Bild angesehen, wir haben versucht, in dem Bild etwas zu erkennen, was uns schon bekannt ist - eine Eule!! Das war die Kontrolle. Wir haben unser eigenes Wissen benutzt, um in dem Bild etwas zu erkennen.
Dann haben wir die Vorlage durch unsere Erinnerungen an das gesehene Bild abgemalt und versucht, uns so gut wie möglich an die Vorlage zu halten.

Bild gesehen - Bekanntes gesucht - Wiedererkennung - Reproduktion
Und diesen Prozess nennt man dann "regeln".

Um es zu verdeutlichen, haben wir noch ein Lied gesungen, was nur wenige kannten.
Was passiert also, wenn niemand das Lied kennt?? Jemand singt das Lied einmal komplett vor. Die anderen hören zu und merken sich den Text - so gut sie können.
Anschließend singen alle gemeinsam das Lied. Das wird sich am Anfang noch etwas schief anhören, weil noch nicht alle den Text verinnerlicht haben. Doch je öfter das Lied wiederholt wird, umso besser wird es sich anhören.
Das liegt daran, dass unser Gehirn das "geregelt" hat... wir haben abgeschaut, mitgemacht bzw. nachgeahmt, was wir gesehen haben.
Dieser Prozess bedeutet "regeln".


Wichtig ist zu wissen, dass wir nicht lernen, wenn gesprochen wird. Bei der Verwendung von Sprache werden neuronale Strukturen aktiviert und es ist nicht möglich dabei gleichzeitig etwas in unserem Gehirn zu speichern. Es entsteht keine Verknüpfung.
Deswegen war es für uns so hilfreich, einfach nur das Bild abzumalen oder das Lied nachzusingen.

Lehern und erklären sind also zwei ganz unterschiedliche Dinge und das sollte sich jeder angehende Lehrer verinnerlichen!!
Die Schüler nehmen also mehr mit, wenn sie genügend Zeit bekommen, den Lernstoff eigenständig zu "regeln".

Was würde Sokrates dazu sagen?? "Lerne mit der Natur und nicht gegen sie!!"

Freitag, 2. Dezember 2005

30/11/05 Aufgabe: "Merk` dir lebenslänglich, was ein Kreis ist!"

Herr Schmid gab uns die Aufgabe im Audimax nach einem Kreis zu suchen...
Es kamen Antworten, wie: "Der Mülleimer, die Uhr, der Kopf von dem Männchen auf dem Notausgangsschild". Wir waren alle der festen Überzeugung, dass wir auf dem richtigen Weg seien...
Falsch! Weil unsere Lehrer in der Schule uns früher mit Kreide die Form eines Kreises an die Tafel gemalt haben, sind wir mit dem Verständnis aus der Stunde gegangen, dass ein Kreis so aussieht. Es wurde uns vorgegeben, wie ein Kreis auszusehen hat!!

Richtig wäre die Antwort gewesen: Ein Kreis ist Gebilde ohne Ecken und ohne ein Ende. Und er existiert nur in der Vorstellung; er ist nicht real!"

Für einen erfolgreichen Lernprozess sind die vier B`s von großer Bedeutung:

1. beobachten
2. betrachten
3. begreifen
4. beschreiben

Nur, wenn diese vier Vorgehensweisen durchgeführt werden, entsteht bei dem Lernenden ein gutes Gefühl und er geht somit mit einem Erfolgserlebnis nach Hause!

Das Gehirn muss nämlich immer betrachten, es braucht also Vorgänge. Das Gehirn vergleicht mit für es bekannte Dinge und das Gehirn prüft auf gleich/ähnlich/unterschiedlich.

Das Gehirn unterscheidet außerdem mit Hilfe der beiden Gehirnhälften zwischen Logik und Ästhetik... wird beim Lernvorgang aber nur eine der beiden Gehirnhälften angesprochen, stellt sich bei dem Lernenden kein Erfolgserlebnis ein; es entstehen keine Glücksmomente und Lernen macht folglich keinen Spaß!!

Der Leitspruch für jeden Lehrer sollte also heißen: "Störe die Kinder beim Lernen nicht!"

Die Kunst des Lehrens besteht darin, den Kindern Material zur Verfügung zu stellen, mit dem die Kinder erfolgreich umgehen können - es soll lediglich eine Anregung darstellen.
Die Schüler sollen von selbst auf die Lösung kommen und sie nicht vorgekaut bekommen, denn dann schalten die Kinder im Unterricht einfach ab - die falsche Gehirnhälfte wurde angesprochen!!

Es bleibt festzuhalten: Das Gehirn kann keine Fehler machen!! Kommt im Unterricht irgendwann einmal der Kommentar: "Das habe ich nicht verstanden!" Lautet die Antwort nicht: "Dann hast du nicht aufgepasst!", sondern "Dann habe ich den Inhalt nicht richtig erklärt!!!"

Mittwoch, 30. November 2005

23/11/05 Ordnung ist das halbe Leben...

Unser alltägliches Leben besteht aus ordnen... Wir verspüren immer den Zwang bzw. das Bedürfnis nach Sicherheit und die bekommen wir, wenn wir alles in eine gewisse Ordung bringen!

Intelligenz= dt. ordnen

Sobald wir denken, ordnen wir - Überraschungs-Eier sind tatsächlich pädagogisch wertvoll

1. Ordnen - mehr als ein Hobby des Gehirns
2. Ordnung ist das halbe Leben
3. Ordnung als Ausdrucksform
4. Ordnung befriedigt ein Bedürfnis
5. Ordnungskriterien
6. Ordnen führt zum trennscharfen Denken

In unserer Gesellschaft besteht eine Hierarchie, in die wir uns einordnen können. Dadurch entsteht KEIN alltäglicher Kampf um unsere Position.

Ordnungskriterien:

1. Zuordnen - Identifikation
einzelne Elemente werden zueinander in Beziehung gesetzt
2. Einordnen
Elemente werden nach bestimmten Kriterien unterschieden
3. Über-/ Unterordnen
es wird eine Hierarchie gegeben, eine räumliche Gliederung
4. Vor-/ Nachordnen
zeitliche Planung wird möglich - Vorangehen/Nachfolgen
5. An-/ Beiordnen
eine Struktur wird gebildet; einer Anordnung wird etwas beigeordnet

Das Gehirn kann nur ordnen, wenn wir es richtig ansprechen!!
Für Ordnung ist die rechte Gehirnhälfte zuständig und für Unordnung die linke Gehinhälfte.

Mittwoch, 23. November 2005

16/11/05 Was ist ein Begriff??

Die erste Veranstaltung von Herrn Prof. Schmid hat einmal ganz anders begonnen...
Es sollten sich 3 Leute aus dem Bereich Musik melden... und tatsächlich gab es am Ende einen "Freiwilligen", der dann auch mit jubelndem Beifall nach vorne ging. (alle waren erleichtert, dass sich ein "Freiwilliger" gefunden hatte...)
Seine Aufgabe bestand darin, mit dem gesamten Kurs ein lustiges Lied zu singen:
Ich wollt`ich wär`ein Huhn war der Titel dieses Liedes... erstaunlich, was passiert, wenn ein fähiger Dirigent den Kurs übernimmt...
Wozu nun das ganze?? Anschließend haben wir gelernt, dass das Gehirn ca. 40 min. braucht, um sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen und weil Herrn Schmid etwas daran lag, dass wir was aus der Veranstaltung mitnehmen, sollte dieses Lied unsere "Eingewöhnung" erleichtern...

Nun... dann bekamen wir eine Aufgabe: Eine Definition/ ein Begriff, was ist das?
Es folgte ein Rollenspiel zwischen drei Studenten (Vater, Stiefvater und Onkel) und Herrn Schmid (ein 4 bis 8-jähriges Kind), was uns die Antwort auf die Frage ein bisschen verdeutlichen sollte...
Jewils ein Student und Herr Schmid "diskutierten" über die Frage. Wobei die Studenten nicht immer eine leichte Aufgabe hatten - nur zur Erinnerung - Herr Schmid war ein 4 bis 8-jähriges Kind...
Zum Schluss konnten wir dann aber festhalten:
Definition bedeutet Bedeutung
lat. Bedeutung für Begriff
Eine Begriff ist etwas, was unser Leben einfacher macht, weil wir uns durch verschiedene Begriffe unterhalten können. Unser Gegenüber weiss, wenn wir bestimmte Begriffe benutzen, was gemeint ist...
Es ist ein Wort, das viele verschiedene Dinge bestimmt. Es gibt also zu einem Begriff viele Gegenstände, die uns dann in den Sinn kommen. Bei dem Begriff Stuhl kommen uns viele verschiedene Bilder von einem Stuhl in den Sinn.
Ein Begriff ist also auch ein Bild für eine Handlungsanweisung.

Ich muss sagen, ich fand diese erste Veranstaltung von Erfolgreiches Lehren und Lernensehr spannend. Da ich schon einmal eine Verstaltung bei Herrn Schmid besucht habe, wusste ich so ziemlich, was mich erwartet... Ich finde es gut, dass nicht einfach theoretisches Wissen vermittelt wird, sondern, dass Praktische Übungen zur Veranschaulichung dienen. Es hat wirklich Spaß gemacht, an dieser Veranstaltung teilzunehmen!

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fand ich wirklich interessant heute....gerade die Geschichte...
M.Weber - 2. Apr, 14:35
!!!
...Du sprichst mir aus der Seele:-)...und nun weiß...
M.Weber - 2. Apr, 13:51
über mich...
So... damit ihr wisst, wem dieser Weblog überhaupt...
C. V. Ahrens - 31. Mrz, 20:09
"Jungen in der Schule"...
Da die vorletzte Veranstaltung bei Herrn Schmid leider...
C. V. Ahrens - 21. Mrz, 18:19
"Je weniger, desto erfolgreicher..."...
Die letzte Sitzung von der Veranstaltung "Erfolgreiches...
C. V. Ahrens - 21. Mrz, 17:22

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